Unbenannt1Gegründet wurde der Verein "Dau wat" am 17. Juni 1991 von Rostocker Gewerk-schafter/Innen der IG Metall und der damaligen ÖTV (heute ver.di). 1997 traten die Gewerkschaft NGG und 1998 die Gewerkschaft  hbv (heute ver.di) dem Verein bei.

1999 beschloss der Verein „Dau wat“ gemeinsam mit dem Ortsvorstand der IG Metall, ein integratives Kommunikations- und Beteiligungszentrum, auch für die wohnbereichsnahe Personen- und Zielgruppenarbeit sowie zur Mitgliederbe-treuung, zu errichten. Als Ort fanden wir den verlassenen ehemaligen Bahnhof Schmarl.

Anfang Juni 1999 begannen wir mit der Herrichtung des Bahnhofes. Das gesamte Gelände war total zugewuchert. Auch die Sanitäranlagen waren nicht mehr nutzbar. Trotzdem waren wir guten Mutes.

 Herrichtung des Alte BahnhofesHerrichtung des Alte BahnhofesHerrichtung des Alte Bahnhofes

Im Juni und Juli 1999 führten wir Arbeitseinsätze durch, an denen sich über 150 Freiwillige beteiligten. Unsere Seniorinnen und Senioren, Jugendliche, Gewerkschafter/Innen und Nichtgewerkschafter/Innen packten fleißig mit an. Trotz vieler Anstrengungen und Mühen hatten wir auch viel Spaß dabei.

Nach drei Monaten harter Arbeit und viel ehrenamtlicher Hilfe und Engagement hatten wir es geschafft! Im September 1999 konnten wir nach den Umbauarbeiten den Bahnhof seiner Bestimmung übergeben.

Herrichtung des Alte BahnhofesDer ehemalige Schmarler Bahnhof ist ein Kommunikations- und  Beteiligungszentrum geworden, das mit viel Liebe  hergerichtet, unserer gewerkschaftlichen Arbeitslosen- und Wohnbereichsarbeit eine neue Heimat gegeben hat.

Im Haltepunkt „Dau wat“ gibt es neben der Beratung die Möglichkeit aktiver Beteiligung unserer Mitglieder. Neben Freizeitein-richtungen und Seminarräumen sind Selbst-hilfewerkstätten und noch viele andere Möglichkeiten entstanden. Wir wollen mit Vereinen und Trägern soziokultureller- und Stadtteilarbeit gewerkschaftliches Engagement im Wohnbereich präsentieren und repräsentieren und in Kooperation mit anderen DGB – Gewerkschaften ein interessantes Mitgliederleben organisieren.



Verleihung des Förderpreises der Solidarität 2000 

An foerderpreisder Ausschreibung zu dem Förderpreis der Solidarität beteiligten sich 74 Bewerber aus den 16 Bundesländern und der Schweiz. Nach Sichtung der Bewerbungsunterlagen ent-schied sich das Kuratorium der Stiftung „Solidarität bei der Arbeitslosigkeit und Armut“ im September 2000, den Preis an den Verein „Dau wat“ e. V. Rostock zu verleihen.

Die Begründung lautete:

 „…Für seine vorbildliche Beratungs-arbeit und nachahmenswerten Aktivi-täten erhält der Verein „Dau wat e. V. Rostock – gewerkschaftliche Arbeitslo-senbetreuung" den Förderpreis der Solidarität 2000.

Die Verleihung des mit 30.000 DM dotier-ten Preises fand am 10.12.2000 im Bielefelder Rat-haus statt.

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Haltepunkt „Dau wat“ mit neuem Gesicht

Das Komikations- und Beteiligungszentrum des Vereins „Dau wat“ – Gewerkschaftliche Erwerbslosen-arbeit wurde 2005 umgebaut.

Der Verein hatte dem alten Bahnhof in Schmarl 1999 mit vielen ehrenamtlichen Helfern neues Leben eingehaucht. Als Sitz des Vereins und als Ort zahlreicher Projekte ist im Verlauf der Jahre vieles entstanden, hat aber am alten Gemäuer aus den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts Spuren hinterlassen.

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Das Haus hat etwas, was wir erhalten wollen, so der damalige Vereinsvorsitzende Rüdiger Klein. Tausende Alt – Rostocker/innen können sich noch gut an den Haltepunkt zwischen Rostock und Warnemünde erinnern, als sie mit der Reichsbahn an den Warnemünder Strand  oder zur Werft fuhren.

Tausende haben nach der neuen Zweckbestimmung eine emotionale Bindung zu ihm. Aber bei aller Nostalgie – das Haus platzte aus den Nähten und die waren auch schon sichtbar.

2004 erwarb die IG Metall die Liegenschaft und gab den Umbau in Auftrag.

Neben der völligen Rekonstruktion der Haustechnik wurden auch neue Funktionsräume gebraucht. Schon längst mussten wegen der hohen Frequenz von Veranstaltungen Ausweichmöglichkeiten in Anspruch genommen werden. Auch barrierefrei und Rollstuhlfahrer gerecht wurde das Haus.

Am 2. September 2005 erfolgte die feierliche Wiedereröffnung des Haltepunktes.

Ein Eisenbahnwaggon für den Haltepunkt

Auf einem gemeinsamen Workshop mit Erwerbslosen und den Mecklenburger Kleinbahnfreunden, die sich in den Selbsthilfewerkstätten des Vereins engagieren, ist das Projekt geboren worden, dem Bahnhof ein Stück Eisenbahngleis hinzuzufügen. Die Idee wurde weiterentwickelt, dazu auch bahntypisch einen Blickfang „auf Schienen zu stellen“.

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Über das damalige Mitglied des Vereinsbeirates Frank Teichmüller konnte ein Kontakt zu dem  Vorstandsvorsitzenden der DB AG, Herrn Mehdorn, hergestellt werden, der zu der Idee seine persön-liche Unterstützung zusagte. Die DB hat „Dau wat“ daraufhin einen ausrangierten Eisenbahnwaggon gesponsert.

Mit großzügiger Unterstützung der RSAG war das Gleis schnell und fachgerecht erstellt.

 

Am 09.12.2006 war es endlich soweit, dass der Wagen seinen Zielbahnhof im Haltepunkt "Dau wat" erreichte. Zusammen mit ehrenamtlichen Kolleg/innen und Sponsoren haben wir den Waggon für weitere soziale Projekte umgebaut und restauriert. Ein Jahr dauerte die Restauration und am 22.01.2008 erfolgte die feierliche Übergabe des Waggons zur zukünftigen Nutzung für Seminare und ausgestattet mit einen modernen Computerkabinett für PC-Unterweisungen.

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Auch heute noch lebt der Verein wesentlich durch die vielen Menschen, die für "Dau wat" arbeiten, sich ehrenamtlich engagieren, die Angebote oder die Räumlichkeiten und das Gelände nutzen. Im Juni 2011 feiert der "Dau wat" e.V. sein 20 jähriges Jubiläum. Es ist ein Dank an Alle, die dabei waren.

 

Als die Finanzierung unseres sehr großen und personalintensiven Haltepunktes schwieriger wurde haben wir eine zukunftsfähige Lösung gesucht, um die viele ehrenamtliche Arbeit und Haus und Eisenbahnwagen für den Stadtteil zu erhalten. Da  für unsere kernaufgaben, die Projekte, die Beratung der Arbeitslosen und das jährliche Kinderferienlager nicht notwendig war haben wir den Sitz von Dau wat ins Gewerkschaftshaus verlegt und für den Haltepunkt mit dem Arbeitersamariterbund einen Träger für ein Jugend- und Kinderzentrum gefunden. Der „Haltepunkt Dau wat lebt und ist lebendiger und jünger denn je.

 

Festveranstaltung am 08.6.2011 im Haltepunkt „Dau wat“ e.V. Rostock.-Fotogalerie

Tag der offenen Tür am 7.12.2011 - Fotogalerie

 

Die Vereinsarbeit wird durch eine hohe Ehrenamtlichkeit unterstützt.

Auch der Vorstand arbeitet ehrenamtlich:

 

                                   Olaf Horn 1. Vorsitzender
                                   Peter Geitmann 2. Vorsitzender
                                   Guido Fröschke Beisitzer
                                   Thomas Fröde Beisitzer
                                   Peter Hlawaty Beisitzer
                                   Uwe Michaelis Beisitzer
                                  Dominique Lembke Beisitzer